Mittwoch, 16. März 2016

Impressionen Sextener Dolomiten 2014

So,
irgendwie ist gerade so viel los bei mir, dass ich einfach keine Zeit habe, einen ausführlichen Bericht zu schreiben. Trotzdem gibt es nun ein paar Bilder mit den passenden Sätzen dazu. Es sollte in die Dolomiten gehen!!

Sonntag, 21.09.14
Mit meiner Mutter bin ich runter nach Sexten gebrummt (8,5 Std!! Auf dem Brenner ist immer die Hölle los!), habe die erste Nacht mit ihr dort in einer tollen FeWo geschlafen und war schon in voller Vorfreude auf die Kletterei an den Drei Zinnen!



Montag, 22.09.14
Tolle Wurst! Mein Kletterpartner hat abgesagt. Aber wenigstens soll es Ende der Woche dann noch klappen mit den drei Zinnen. Kurzerhand umgeplant, noch eben einen Cache rausgesucht, sieben Sachen gepackt und los! 
Über eine verwunschene Waldkapelle, die ich niemals ohne den Cache gefunden hätte, lief ich weiter über die Jägerhütte, an der ich einen Kaffee trank. Die Wirtin erzählte, dass ich wirklich Glück hätte. Sie hätten diesen Sommer so schlechtes Wetter wie noch nie gehabt und einige Hütten seien schon zu. 











Nach kurzer Stärkung ging es weiter ganz nach oben auf den Helm - von dort hatte ich einen genialen Ausblick auf die Sextener Sonnenuhr und
den Rest des Tals. 







Die Nacht verbrachte ich in einer Hütte, in der außer mir noch 5 junge Männer in meinem Alter waren, die das Feuer nicht in Gang brachten. Mein selbstgefälliges Grinsen war wirklich widerlich, als ich Ihnen die Geschichte mit Friesenlümmel und Charcloth erklärte und den Ofen entzündete.



Dienstag, 23.09.14
Über das Fischleintal lief ich am nächsten Morgen wieder zurück. Meinen Geburtstag verbrachte ich in Innichen. Ich traf mich mit meiner Mutter, eierte wie ein Vorzeige-Touri (nur schlechter angezogen mit Stiefeln und co) durch die Gassen und besuchte natürlich auf Empfehlung von @Steiger hin den Hutmacher Zacher. Ich verliebte mich unsterblich in eine Schiebermütze, die ich aber leider dort lassen musste... das war eine Einzelstück und irgendwie 5x so teuer wie die anderen - manchmal könnte ich mich... immer wieder passiert mir sowas und ich verliebe mich in DAS EINE SONDERSTÜCK...

Mittwoch 24.09.14
Am Mittwoch gings an die Rotwand! Geniale Kulisse!! Dort muss ich nächstes Jahr mal zum Klettern hin! Für so unfähige Menschen wie mich gibt es nämlich auch betreutes Klettern - das ist schon etwas anderes als in der Pfalz... 



Auf der Rudihütte an den Rotwandwiesen erinnerte ich mich an die Empfehlung von @Unterholz und bestellte mir eine Speckknödelsuppe. Leeecker! 6Grad, den Aufstieg geschafft und dann diese warme Suppe! Einfach ein Gedicht!



Auf dem Weg zur Rotwand fand ich im Wald noch einen Bunker, den ich natürlich sofort erkunden musste. Spannend und sehr verwinkelt, deshalb entschied ich mich nach einigen Abbiegungen in den Stollen, das nächste mal entsprechend ausgerüstet wieder zu kommen.









Donnerstag25.09.14
Heute war Ruhetag angesagt. Am Abend vorher war ein bisschen Wein geflossen und ich merkte, dass man mit einem Jahr näher an der 30 irgendwie wieder ein bisschen Zähigkeit verloren hat. Dafür habe ich die halbe Käserei in Sexten leer gegessen und das selbe nochmal in einem Hofladen ca 2km von Sexten entfernt gemacht, auf den ich beim Sparziergang zufällig getroffen bin.







Freitag26.09.14

Nachdem mir mein Kletterpartner wieder nur absagen konnte, ging es zum Wildbad nach Innichen - eine geniale Location!! 
Die Geschichte desWildbads geht bis auf die Zeit der Römer zurück, 1568 wurde es das erste Mal urkundlich erfasst. Auf dem Gelände gibt es folgende fünfQuellen: Kaiserwasser, Lavaredo, Schwefelquelle, Eisenquelle und Candida. Leider wurde das Gelände im 1. Weltkrieg zerstört und zerfällt seit dem. 











Dieses ganze Areal hat eine Energie, wirklich beeindruckend! Mit etwas Kletterei konnte ich auch dort noch einen Cache heben.



Samstag27.09.14
Meine Mutter setzte mich auf dem Rückweg wieder in Mannheim ab. Es war ein genialer Trip mit unglaublicher Flora und Fauna!! Ich war nicht das letzte Mal dort - zumal ich uuuunbedingt nochmal in den Bunker muss und bis auf ein bisschen Bouldern ist die Kletterei viel zu kurz gekommen.



Donnerstag, 14. Januar 2016

Besuch beim Dachs auf Usedom

Von Donnerstag bis Sonntag sollte es nach Usedom gehen!

TAG 1:
Donnerstag Nacht um 3:00Uhr klingelte mein Wecker. Für 29€ kommt man eben nur mitten in der Nacht von Mannheim nach Wolgast.
Auf meiner Reise musste ich unter anderem durch die wunderschöne Uckermark und sah einiges an Reh- und Damwild.




Bereits um 14:00Uhr war ich auf der Insel mit dem Ziel heute 20-25km hinter mich zu bringen. 



Schwefelporling 




Der Campingplatz lag direkt am Strand. Also schnell das Tarp aufgebaut und nichts wie hin! Als ursprüngliche Hansetochter kommt meine Liebe zur rauen See immer wieder durch. Der Geruch von Salz und eine steife Brise um die Ohren - pures Glück für Bimbi!
So genoss ich die Sonne, sammelte ein paar Muscheln und ließ den Abend gemütlich ausklingen. 


Strandzugang

Geliebte See
Steife Brise ;-)
Nachdem mein Knöchel nicht mal mehr sichtbar war, wurde der Klumpfuß über Nacht in ein nasses Shirt gewickelt und auf den Rucksack aufgebockt. Bequem ist anders, aber am nächsten Tag sollte es ja weitergehen.

TAG 2:
Pünktlich um 5:00Uhr wachte ich auf und humpelte zum Strand. So klischeehaft es sein mag - Sonne in Kombi mit Meer ist einfach gigantisch! 



Nach dem Zeltabbau machte ich einen Cache in unmittelbarer Nähe und fuhr mit dem Zug nach Zinnowitz. Von dort hatte ich geplant weiter nach Lütow zu laufen, aber mein schmerzender Knöchel machte mir einen Strich durch die Rechung. In Zinnowitz angekommen, musste ich feststellen, dass der nächste Bus in 2,5Std fahren würde. 


Maiglöckchen
Ich wartete eine Stunde und habe in der Zeit mindestens einen Liter Schwarztee getrunken - natürlich stilecht im Schwedenkocher, was zur allgemeinen Erheiterung der Eingeborenen beitrug :) ein Taxifahrer hatte schließlich Erbarmen und fuhr mich für 12€ nach Lütow.
Der Campingplatz war ein Traum und so stellte ich das Tarp direkt am Achterwasser auf. Zimmer mit Meerblick und eigenem Zugang zum Strand :D





Flint/Feuerstein



Ich genoss die Sonne und das Meer und sammelte nebenbei noch einiges an Flint. In weiser Voraussicht hatte ich noch einige Heringe geschnitzt, die bei dem aufkommenden Sturm auch wirklich nötig waren. Hätte ich nur mal besser in der Schule aufgepasst, als sturmgerechte Tarp-Setups dran kamen. Hier am Achterwasser ging es ganz schön rund.
Gegen Abend stieß dann, wie verabredet, der Dachs zu mir. Leider hatten wir wirklich Pech mit dem Wetter und so verbrachten wir den ersten gemeinsamen Abend im Tarp während draußen das Gewitter tobte. Den extra rangeschleppten Feuerkorb nutzten wir um das Tarp weiter abzuspannen und so noch etwas Platz zu schaffen, was bitter nötig war, da die Hälfte des Bodens unter dem Tarp kleine Seen bildete (der ganze Campingplatz war in Hanglage) und nicht mehr nutzbar war. So teilten wir uns das halbe Tarp brüderlich.





Wetterumschwung

Das war einmal die Dachs Dackelgarage ;-)

TAG 3:

Nach ausgiebiger Körperpflege und Hochleistungs-Chillen kamen wir langsam in die Pötte. So tingelten wir an der Steilküste am Achterwasser entlang und fanden schließlich sogar einen Zugang um ans Ufer zu gelangen. Auf dem Weg entdeckten wir Rehwild. Während wir die Umgebung erkundeten, bekam ich vom Dachs eine Lehrstunde über die fabelhafte Welt der Fauna Usedoms. Ich hatte sogar das Glück ein paar Reiteidechsen zu Gesicht zu bekommen. Außerdem fanden wir ein Dinosaurier-Ei .



Bruthöhlen

Gallapfel der gemeinen Eichengallwespe
Gegen Nachmittag kümmerten wir uns um Feuerholz für den Abend. Mit einem sensationellen Sonnenuntergang am Strand wurden wir für die Wetter-Strapazen am Vorabend belohnt. Ich habe lange kein so schönes Farbenspiel mehr gesehen. Bei Einbruch der Dunkelheit entzündeten wir das (Höllen-)Feuer und ließen meinen letzten Abend auf Usedom gemütlich ausklingen.

Batoning

Vorbereitung ist alles!




Höllenfeuer!

TAG 4:
Wie immer, wenn es zurück in die Stadt geht, sinkt Bimbi's Laune merklich. Nach dem Abschied vom Dachs kümmerte ich mich um den Abbau und wackelte Richtung Rezeption um mich nach dem Bus zu erkundigen - "Bus? Welcher Bus? Junge Frau, es ist Sonntag!!!" Das war für mich zwar kein Grund sämtlichen Kontakt zur Zivilisation zu kappen, ändern konnte ich allerdings nichts. Also schnappte ich mir stilecht eines der Usedomräder (Rückgabestationen sind auf der ganzen Insel verteilt) und radelte zurück nach Zinnowitz. Von dort ging es nach Wolgast und gegen Nachmittag geht es von hier aus über Züssow und Berlin weiter nach Mannheim. Mein Rucksack ist übrigens um einiges schwerer, als vorher! Wir haben viel zu viele schöne Steine gefunden und einige Brocken Flint mussten einfach mit! Und naja...ein Dinosaurier-Ei wiegt auch ein bisschen was :D

Es war ein wunderbarer Trip und ich habe wieder mal einen interessanten Menschen persönlich kennen gelernt. Usedom ist eine wunderschöne Insel - ich werde definitiv wieder kommen, denn es gibt noch viel zu sehen und irgendwann steht vielleicht auch wieder ein Besuch beim Dachs auf dem Plan :)